Hier finden Sie alle wichtigen Informationen (Zielsetzungen, Inhalt, Termine usw.) zu diesem Kantonsstrassenprojekt.

Ausgangslange
Der zentrale Abschnitt der Ortsdurchfahrt Matten ist in die Jahre gekommen und genügt den heutigen Anfor-derungen nicht mehr. Das Tiefbauamt des Kantons Bern hat gemeinsam mit der Einwohnergemeinde Matten das Bauprojekt zur Sanierung des Abschnittes erarbeiten lassen.
Projekt
Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Matten verfolgt das Ziel, bestehende Defizite hinsichtlich Verkehrssicherheit, Hindernisfreiheit und Einhaltung der kantonalen Strassenstandards nachhaltig zu beheben. Wesentliche Män-gel bestehen insbesondere bei den Fussgängerquerungen, den Bushaltestellen (Behindertengleichstellungs-gesetz), bei mehreren Einfahrten (Sichtverhältnisse) sowie der Veloführung.
Das Projekt sieht eine umfassende Neugestaltung des Strassenraums mit einer Reduktion der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 (Zone 30 mit Fussgängerstreifen), den Einbau eines lärmmindernden Deckbelags, die Anpassung von Knotenpunkten und der Strassenbeleuchtung vor.
Im Ortszentrum werden verkehrsberuhigende Gestaltungselemente eingesetzt, während an den Knoten Hirschenplatz und Sonnenkreuzung Mehrzweckstreifen die Verkehrsabwicklung verbessern und sichere Que-rungen für den Langsamverkehr ermöglichen. Ergänzend schaffen Baumreihen, Natursteinflächen und eine einheitliche Materialisierung ein durchgängiges Gestaltungskonzept mit hoher Aufenthaltsqualität. Im Abschnitt Richtung Wilderswil ergänzen eine neue Pförtneranlage, eine neue Fussgängerquerung sowie abgesenkte Randsteine die Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die hindernisfreie Umgestaltung der Bushaltestellen mit 22 cm hohen Fahrbahnhaltekanten. Dabei werden die Haltekanten aufgrund ungenügender Sichtweiten und längeren Bus-se des Betreibers (Postauto AG) an neuen Standorten zu liegen kommen.

Insgesamt verbessert das Vorhaben die Funktionalität, Sicherheit und Qualität des Strassenraums nachhaltig und ist mit angrenzenden Drittprojekten abgestimmt. Die Realisierung ist ab 2028 vorgesehen, erfolgt in rund 30 Bauetappen über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren und wird durch ein umfassendes Verkehrs- und Umleitungskonzept begleitet.
Projektziele
- Verkehrssicherheit erhöhen
- Koexistenz der Verkehrsteilnehmenden fördern
- Öffentlicher Raum im Bereich der Betriebe und Geschäfte aufwerten
- Lösung für die Fussgängerübergänge (Warteraum, Lage, Hindernisfreiheit, Sicherheit)
- Behindertengerechter Ausbau der Bushaltestellen
- Sanierung Strassenoberbau mit Ersatz der Randsteine und des Deckbelags
Strategie / Roadmap BIM@TBA
Digitale Technologien und Verfahren sind heute ein fester Bestandteil unseres Alltags. Der Regierungsrat des Kantons Bern gibt mit der Strategie Digitale Verwaltung die Vision, die Ziele und die Handlungsschwerpunkte vor. Gestützt wird die Strategie durch die kantonale Gesetzgebung über die digitale Verwaltung. Besonders grosse Potentiale bietet die Digitalisierung im Infrastrukturbereich. Digitale Daten werden zunehmend wichtig, nicht nur für den Bau, sondern auch für den Betrieb und Unterhalt der Infrastrukturen. In den Regierungsrichtlinien 2023 – 2026 hat der Regierungsrat die Einführung von BIM, denn auch als wichtiges Ziel festgesetzt. Das Tiefbauamt des Kantons Bern (TBA) hat bereits im Jahr 2022 eine Teilstrategie BIM@TBA verabschiedet. Sie formuliert konkrete Ziele, beschreibt den Nutzen von BIM und gibt einen klaren Umsetzungspfad mit Meilensteinen und Implementierungsphasen vor (siehe Roadmap BIM@TBA). Durch die Anwendung der BIM-Methode und die Nutzung von digitalen Bauwerksmodellen über den gesamten Asset-Life-Cycle wird eine wirtschaftliche Betrachtungs- und Handlungsweise von Infrastrukturanlagen ermöglicht. Das TBA sieht die Einführung von BIM auch als wichtige Massnahme zum Erhalt der Arbeitgeberattraktivität: Vor dem Hintergrund des Generationenwechsels wollen wir auch jüngeren, qualifizierten Fachkräften die Möglichkeit bieten, das digitale Bauen im TBA mitgestalten und mitprägen zu können.
Die Umsetzung der BIM-Methode ist komplex, umfasst viele Akteure und bindet Ressourcen (finanziell wie personell). Sie erstreckt sich über mehrere Jahre und ist in verschiedene Phasen unterteilt, um schliesslich die definierten Meilensteine zu erreichen und eine nachhaltige Implementierung sicherzustellen.

BIM-Pilotprojekt Sanierung Ortsdurchfahrt Matten
Ein wichtiger Bestandteil bei der Implementierung von BIM@TBA ist die Durchführung von BIM-Pilotprojekten, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Durch die vielseitige Auswahl von Pilotprojekten können verschiedene Anwendungsfälle in unterschiedlichen Bauphasen getestet und umgesetzt werden, was dem TBA hilft, zukünftige, sinnvolle Anwendungsfälle zu definieren und den gewünschten Mehrwert und Nutzen zu erreichen.
Eines dieser BIM-Pilotprojekte ist das Projekt «Sanierung Ortsdurchfahrt Matten», welches sich von der Grösse und vom Planungsstand sehr gut eignet.
Aufgrund dessen wurde die vorliegende Planung in der BIM-Methodik erstellt.


Termine
- April 2026 Abschluss Bauprojekt
- Mai 2026 Leitverfahren Ämtervernehmlassung
- 12.08.2026 Öffentlicher Informationsanlass Kirchgemeindehaus Matten
- ab 17.08.2026 Öffentliche Strassenplanauflage (30 Tage)
- 4. Quartal 2026 Einsprache Verhandlungen
- 1. Quartal – 2. Quartal 2027 Genehmigung Strassenplan
- 3. Quartal – 4. Quartal 2027 Ausführungsprojekt und Vergabe Baumeisterarbeiten
- 2. Quartal 2028 angestrebter Baustart