In Laupen werden seit 2020 über mehrere Jahre hinweg der Bahnhof verschoben und erneuert, die Kantonsstrassen saniert, die Sensebrücke ersetzt und der Hochwasserschutz entlang der Sense verbessert.
Die Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt Laupen ist für die Anwohner/-innen und den Durchgangsverkehr unbefriedigend. Der Verkehr, der sich täglich durch das Stedtli Laupen wälzt, führt zu Behinderungen, die durch den Bahnübergang bei der Abzweigung nach Bösingen zusätzlich verschärft werden. Auch der Hochwasserschutz ist wegen des engen Korsetts der Sense nicht gewährleistet. Als erste Massnahme um die Verkehrs- und Hochwasserschutzsituation zu verbessern wurde der Bahnhof 2021 um rund 250 m in Richtung Neuenegg verschoben und der heutige Bahnübergang aufgehoben.
Seit 2023 setzen der Kanton Bern und die Gemeinde Laupen schrittweise die weiteren Massnahmen des Gesamtprojekts «Verkehrssanierung und städtebauliche Entwicklung Laupen» um. Bereits realisiert wurden unter anderem die Bauumfahrung West mit Hilfsbrücke über die Sense, die Amphibienschutzmassnahmen beim Haldenweiher, der Rückbau des alten Bahnhofareals sowie wesentliche Wasserbaumassnahmen oberhalb der Sensebrücke. Zwischen November 2024 und Juli 2025 wurde die Ortsdurchfahrt im Stedtli in einer Intensivbauphase komplett saniert und von Fassade zu Fassade aufgewertet. Seit August 2025 und während rund zwei Jahren wird die Sensebrücke neu gebaut, begleitet von weiteren Wasserbauarbeiten entlang der Sense. Parallel dazu werden bis Anfang 2027 die Kantonsstrassen Murten-, Bösingen- und Neueneggstrasse sowie die zugehörigen Werkleitungen etappenweise erneuert. Bis 2028 entstehen so ein besserer Hochwasserschutz, eine ökologisch aufgewertete Sense und eine moderne, sichere Verkehrsinfrastruktur für die Region.
