Die Emmentalstrasse wird zwischen dem Kreisel Kreuzplatz und dem Knoten Mooshausstrasse saniert. Zum einen ist der Strassenbelag in einem schlechten Zustand, zum anderen gibt es Mängel bei der Verkehrssicherheit. Zusätzlich ersetzt die Gemeinde Konolfingen die Trinkwasserleitung.
Ziele
Die wichtigsten Ziele des Projekts sind:
- Komplette Sanierung der Strassenanlage
- Verbesserung der Strassenraumgestaltung, unter anderem durch das Pflanzen von neuen Bäumen
- Verbesserung der Nutzungsqualität für Fussgängerinnen und Fussgänger
- Erhöhung der Sicherheit für den Veloverkehr
Kurzbeschrieb
Der Strassenraum wird neu aufgeteilt: Die Fahrbahn wird etwas schmäler als heute, die Trottoirs etwas breiter. Farbige Bändern links und rechts am Fahrbahnrand engen die Strasse zudem optisch ein. Auf dem ganzen Strassenabschnitt wird Tempo 30 gelten. Mit diesen Massnahmen kann das Ziel - die Erhöhung der Verkehrssicherheit - erreicht werden. Es soll das Prinzip «Koexistenz» anstelle der «Dominanz des motorisierten Verkehrs» gelten.
Die heutige Kreuzung Mooshaustrasse wird zu einem Kreisel umgebaut. Dieser Kreisel soll als Pförtner wirken und zusätzlich dafür sorgen, dass die Fahrzeuge langsamer nach Konolfingen hineinfahren.
Zwölf neue Bäume gliedern und gestalten den Strassenraum. Die Baumart und die Platzierung wurden gemeinsam mit den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer bestimmt, stehen doch alle Bäume auf Privatland.
Zusammen mit der Sanierung der Strasse wird die Gemeinde die Trinkwasserleitung in der Emmentalstrasse ersetzen.
Termine und Kosten
Die Ausführung beginnt im April 2026 und dauert voraussichtlich bis Oktober.
Die Gesamtkosten betragen CHF 4 Mio.
Aktuelles
Terminverzögerungen wegen schlechtem Baugrund
Die Sanierung der Emmentalstrasse wird länger dauern als ursprünglich geplant. Grund dafür sind unvorhergesehene Schwierigkeiten mit dem Baugrund, die eine Anpassung des Bauablauf erfordern.
Auswirkungen auf den Verkehr
Für den motorisierten Individualverkehr bleibt das Einbahnregime zwischen Kreuzplatz und Mooshausstrasse bis Ende Oktober bestehen. Der Chisenmattweg sowie die Mooshausstrasse (Zufahrt Coop) sind aus Richtung Zäziwil jederzeit erreichbar. Je nach Baufortschritt ist die Emmentalstrasse zwischen Kreuzplatz und dem Kreisel Mooshausstrasse ab Oktober 2026 wieder in beiden Richtungen befahrbar.
Schlechter Baugrund erfordert angepasstes Vorgehen
Während der Bauarbeiten (Etappen 1a und 1b) im Bereich des Chisenmattwegs und der Mooshausstrasse hat sich gezeigt, dass der vorhandene Baugrund nicht die geforderte Stabilität aufweist. Deshalb muss deutlich mehr Material ersetzt werden als ursprünglich vorgesehen. Zusätzlich ist es notwendig, die Fundationsschicht mit einem Geogitter zu verstärken. Damit dieses seine volle Wirkung entfalten kann, muss es möglichst grossflächig und ohne unnötige Unterbrüche eingebaut werden.
Um diese Ausführungsqualität sicherzustellen, wird der Bauablauf angepasst: Der Kreisel wird nicht mehr in vier, sondern nur noch in zwei Etappen erstellt. So lässt sich das Geogitter grossflächig und ohne Unterbrüche verlegen. Gleichzeitig werden Arbeiten dort, wo möglich, parallel ausgeführt, um die Auswirkungen auf die Bauzeit möglichst gering zu halten.
Neben den unvorhergesehenen Baugrundverhältnissen sind zudem zusätzliche Begehren von Dritten eingegangen, die sich ebenfalls auf das Bauprogramm und insbesondere auf die Bauzeit auswirken.